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70 internationale Künstler begeistern 6.000 Besucher

2. März - 15. April 2011

Zwei Assoziationen weckt der Titel des Veranstaltungsprogramms in den Deutsche Bank-Türmen: Globalität und das berühmte Londoner Shakespeare-Theater. So geht es vor allem um darstellende Formen der Kunst. Performance, Tanz, Film und Video prägen das knapp zweimonatige Programm, das jede Woche von einem anderen international beachteten Künstler und seinen Gästen gestaltet wird. Neben Talks bildet auch Musik einen weiteren Schwerpunkt von „Globe”.

Im Erdgeschoss der Türme entsteht ein öffentlich zugänglicher, temporärer Projektraum, der mittwochs bis freitags vom frühen Abend bis Mitternacht geöffnet ist. Mit jeder Veranstaltung verändert der Raum seinen Charakter. Das Spektrum reicht von Café und Videolounge bis zu Theater und Club.

Die Veranstaltungsreihe begleitet die Wiedereröffnung der Deutsche Bank-Türme. Nach dreijähriger Modernisierung ist das Gebäude nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit „State of the art“, es steht zugleich für Offenheit und Innovation. In großer Vielfalt und zugleich klar strukturiert bieten die Türme mit ihren über 1 500 Kunstwerken Zugang zu einer Welt der Kunst, die sich gerade im 21. Jahrhundert durch globales Denken, Kreativität und Mut zum Neuen auszeichnet – Werte die das Selbstverständnis der Deutschen Bank entscheidend geprägt haben und auch in Zukunft bestimmen werden. Diesen inhaltlichen Anspruch macht „Globe” für die Öffentlichkeit direkt erlebbar.

Kuratiert wird das „Globe”-Programm von einem profilierten Team: Zu ihm gehören Daniel Birnbaum – Leiter der Venedig-Biennale 2009 sowie neuer Direktor des Moderna Museet in Stockholm und bis vor kurzem Rektor der Frankfurter Städelschule – sein Nachfolger in Frankfurt, der Architekt und Kunsttheoretiker Nikolaus Hirsch, sowie die Künstler Judith Hopf und Willem de Rooij, die beide an der Städelschule unterrichten.

Die von Nikolaus Hirsch und Michel Müller für „Globe” entworfene Innenarchitektur lebt von dem Kontrast zwischen rauen Betonoberflächen und der Farbgebung von Möblierung und Vorhängen, die den Raum je nach Veranstaltung verwandeln. Die Farbwelt bezieht sich auf die Codierung des neuen Kunstkonzepts der Deutsche Bank-Türme: Jede Farbe steht hier für eine andere Region – Asien / Pazifik, Amerika, Naher Osten / Afrika, Europa und Deutschland.

Die Gestaltung der Bar übernahm Tobias Rehberger, Preisträger des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig 2009 und Professor an der Städelschule. Betreiber der Live Safer Bar ist das legendäre Robert-Johnson-Team aus Frankfurt.

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For Frankfurt and the World
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Die Veranstaltungen

Apparatjik
Mini Summit

Apparatjik
Mini Summit

Apparatjik ist ein interdisziplinär arbeitendes Kollektiv und wurde 2008 von vier international bekannten Musikern gegründet: Jonas Bjerre (MEW), Guy Berryman (Coldplay), Magne Furuholmen (a-ha) und Produzent Martin Terefe. Apparatjik versteht sich als experimentelle Plattform und kooperiert mit Künstlern, Medientechnikern, Designern und Wissenschaftlern. Ute Meta Bauer (MIT Program in Art, Culture and Technology) ist zu speziellen Anlässen als künstlerische Leiterin beteiligt.

Apparatjiks Live-Debüt fand 2010 im Berliner Club WMF statt. Apparatjik traten dort in einem Kubus auf, der von László Moholy-Nagys legendärem Licht-Raum-Modulator inspiriert war. Live Gäste von Apparatjik sind die mexikanische Künstlerin Laura Anderson Barbata, Linda Poppe, Survival International Deutschland, Holger Hagge, Architekt und Gesamtverantwortlicher der Deutschen Bank bei der Modernisierung der Türme, Nikolaus Hirsch, Rektor der Städelschule, Joseph Grima, Chefredakteur von Domus und der Musiker Erik Ljunggren.

Janine Rostron a.k.a. Planningtorock

Janine Rostron a.k.a. Planningtorock

Feminismus, Genre-Mix und Politik im Digital-Zeitalter – das sind Begriffe, die Janine Rostron zu ihrem Programm inspiriert haben. Mit ihrer One-Woman Show Planningtorock hat sich die britische Musikerin und Konzeptkünstlerin dank ihrer einzigartigen Bühnenpräsenz in kurzer Zeit Kultstatus erspielt. Die ausgebildete Musikerin verbindet opulente Streicherarrangements mit elektronischer Musik, virtuosem Gesang und psychedelischen Videos zu einem einzigartigen Ereignis.

Neben einem Konzert und Filmen von Planningtorock finden Video-Screenings und Performances der Künstler L.E.C. aka Leif Erich Christensen, Johannes Paul Raether und Slaves statt. Eine DJ Session von Jam Roll, Techno von Oni Ayhun und Elektro-Pop mit No Bra ergänzen das Programm.

The Otolith Group

The Otolith Group

Erinnerungen an die Zukunft: Die Filme, Ausstellungsprojekte, Diskussionsforen und Publikationen von Anjalika Sagar & Kodwo Eshun / The Otolith Group setzen sich mit gescheiterten Utopien und gesellschaftlichen Visionen der Moderne auseinander. Das 2002 begründete britische Künstlerkollektiv operiert an der Grenze zwischen Fakt und Fiktion. Ihren Namen entlieh die Gruppe den Otolithen – den Ohrsteinen, die unseren Gleichgewichtssinn steuern. 2010 war The Otolith Group für den Turner Prize nominiert.

Für „Globe“ hat The Otolith Group ein Programm bestehend aus Filmen, Talks, Audio-Essays und einem Konzert konzipiert. Eingeladen sind Lise Autogena und Joshua Portway, der Theoretiker und Filmemacher Brian W. Rogers, die Autorin Rayya Badran, sowie der Künstler Justin Barton und der Kritiker, Blogger und Autor Mark Fisher.

Keren Cytter

Keren Cytter

Die israelische Künstlerin Keren Cytter dreht Videos, choreografiert Tanzperformances, verfasst Novellen und hat sogar ein Opernlibretto geschrieben. Ihre filmischen Arbeiten sind Zitatmontagen aus Kinoklassikern, Experimentalfilmen und YouTube-Clips, in denen sich Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen auftun. „Fear, Fun and Fire” – die alle Genregrenzen sprengende Künstlerin widmet jeden ihrer „Globe” - Abende einem anderen Motto.

Angst machen der Autor Charles Arsène-Henry und Cytters Horrorfilm Don’t touch me Psychopath, der hier Premiere hat. Freude bereiten der Kritiker und Autor Diedrich Diederichsen, die Londoner Punkband Maria and the Mirrors und die Performer Andrew Kerton und Dafna Maimon. Feuer entfachen die Performer Susie Meyer und Fabian Stumm, der Kunstwissenschaftler Philipp Kleinmichel und die Musik von Underground-Star John Maus.

Keren Cytter im ArtMag

Cao Fei

Cao Fei

Cao Fei verbindet in ihren Installationen Einflüsse globaler Popkultur mit Elementen der Peking Oper und des Tanzes. Dabei arbeitet sie mit Film, Animation und im Internet. Ihr Projekt RMB City hat sie auf „Second Life“ realisiert – als utopische Stadt, in der China Tracy agiert. Für „Globe” eröffnet Cao Fei eine ganz neue Kunstpraxis: Die Besucher können mit dem Avatar China Tracy Coffee-Yoga trainieren, oder erfahren, was die Frankfurter Schule mit Zen zu tun hat.

Neben Filmen, einem „Live sculpturing“ mit Cao Chong‘en und der Performance Two as One von He Yufan und Jiang Jun stehen Musik von Zafka Zhang, eine Fengshui-Performance von Huang Shan und Huang He sowie die Diskussion The Pavilion auf dem Programm. Cao Fei spricht mit Daniel Birnbaum, Direktor des Moderna Museet, Nikolaus Hirsch, Rektor der Städelschule, dem Pekinger Künstler Jiang Zhi und Zhang Wei, dem Direktor des Vitamin Creative Space in Guangzhou.

Ei Arakawa

Ei Arakawa

Die Performances von Ei Arakawa bewegen sich zwischen Aktion und Zeremonie. Mit unterschiedlichen Materialien wie Videofilmen, Bannern und Postern „bebildert“ er seine Choreografien und schafft Situationen, in denen sich die Grenzen zwischen Akteuren und Publikum auflösen. In Frankfurt werden Arakawa und seine Freunde den kulturellen und ästhetischen Transfer zwischen Japan und der westlichen Kunstszene untersuchen. Alle Gäste besuchten erst kürzlich Japan, um dieses Projekt zu entwickeln.

Das Programm besteht aus Performances, Talks, Konzerten und Filmen der Künstler Henning Bohl, Carissa Rodriguez, Q Takeki Maeda, Yuki Kimura, Mélanie Mermod, Ken Okiishi und des New Yorker Komponisten Sergei Tcherepnin. Zu sehen sind außerdem täglich wechselnde Ausstellungen, sowie ein Projekt über Jikken Kobo, eine legendäre Künstlergruppe der 1950er Jahre.

Rabih Mroué

Rabih Mroué

Rabih Mroué beschäftigt sich sich mit kulturellen und politischen Prozessen. Seine Performances und Videos erkunden die Beziehungen zwischen unterschiedlichen künstlerischen Sprachen wie auch jene zwischen Performer und Publikum. Mroué hat für „Globe” Protagonisten der jungen Beiruter Szene eingeladen.

Um alternative Sounds geht es bei der Live-Übertragung von Ziad Nawfal für das Radio Lebanon und dem Konzert von Scrambled Eggs, einer der profiliertesten jungen Beiruter Rockbands. Zu sehen sind Filme von Simon Haber, Maher Abi Samra, Lamia Joreige und Diana Allan sowie eine Performance der Filmemacher Joana Hadjithomas und Khalil Joreige. Komplettiert wird das Programm durch Vorträge von Rabih Mroué und einen Talk des Künstlers, Architekten und Essayisten Tony Chakar.

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Letzte Aktualisierung: 2.9.2013
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